
Muslimisch-Christliche Werkwochen (MCWW)
Die Muslimisch-Christlichen Werkwochen sind ein jährlich stattfindendes, dreiwöchiges Studienprogramm innerhalb des Jahresprogramms des Theologischen Studienjahres Jerusalem. Sie finden in der Regel im Februar/März statt und richten sich an muslimische Studierende der Islamischen Theologie, Religionslehre und Islamwissenschaft aus dem deutschsprachigen Raum.
Ziel der Werkwochen ist es, Theologie gemeinsam und dialogisch zu betreiben. Muslimische und christliche Studierende treten für drei Wochen in eine Lern- und Lebensgemeinschaft ein, nehmen gemeinsam an Lehrveranstaltungen teil und gestalten ihren Alltag miteinander. Der interreligiöse Dialog wird dabei nicht nur akademisch reflektiert, sondern im täglichen Zusammenleben konkret erfahren.
Das akademische Programm umfasst Hauptseminare, thematische Workshops sowie in der Regel Exkursionen. In den Lehrveranstaltungen können akademische Leistungen erbracht werden, die nach erfolgreicher Teilnahme durch ein Zertifikat über bis zu 15 ECTS-Punkte bescheinigt werden.
Die Werkwochen finden im Beit Josef auf dem Gelände der Benediktinerabtei Dormitio auf dem Zionsberg in Jerusalem statt – in unmittelbarer Nähe zu den heiligen Stätten der drei monotheistischen Religionen. Jerusalem wird so selbst zum Lernort theologischer, historischer und gesellschaftlicher Auseinandersetzung.
Die Teilnahme an den Muslimisch-Christlichen Werkwochen wird durch ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ermöglicht. Das Stipendium umfasst Reise-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten.
Bewerbung
Der Bewerbungszeitraum für die Muslimisch-Christlichen Werkwochen eröffnet Ende Oktober des jeweiligen Vorjahres, die Bewerbungsfrist endet zum Jahresende. Pro Jahr können in der Regel bis zu sechs Studierende aufgenommen werden. Die vollständige Ausschreibung mit allen Informationen zu Programm, Voraussetzungen und Bewerbungsunterlagen wird jeweils rechtzeitig auf dieser Website veröffentlicht.
Die Durchführung der Werkwochen steht unter dem Vorbehalt der aktuellen Sicherheitslage. In Krisensituationen orientiert sich das Programm an den Vorgaben des Auswärtigen Amtes, des DAAD und der örtlichen Behörden.